Viele kommen wegen des Wassers, des Strandes oder der Boote. Nach kurzer Zeit fällt auf, dass ein wesentlicher Teil dieses Ortes etwas abseits des offensichtlichen Sommerbildes liegt: im Schilf, an stilleren Buchten und an bewaldeten Ufern. Um das wahrzunehmen, braucht es keine besondere Vorkenntnis.
Eine Landschaft, die von Vögeln geprägt ist
Am deutlichsten sieht man das bei den Vögeln. Wer einen Moment langsamer schaut, bemerkt schnell Graureiher, Kormorane, Höckerschwäne, Haubentaucher, Teichhühner und Wildenten. Je nach Jahreszeit lassen sich auch Seeadler, Kraniche oder andere seltenere Arten beobachten, die mit dem Brda-Tal und dem Rand der Tucheler Heide verbunden sind.
Ein Fernglas ist hier also kein überflüssiges Extra. Es ist ausgesprochen nützlich. Der See zeigt nicht alles auf den ersten Blick. Er belohnt eher Geduld, genaues Hinhören und längeres Beobachten an Schilfrändern, in ruhigeren Buchten und überall dort, wo der Wald das Wasser vom stärkeren Sommerbetrieb trennt.
Wald bis an die Wasserlinie
Die andere Hälfte der Atmosphäre kommt aus dem Wald. Kiefern prägen das Bild, doch die Landschaft bleibt nicht eintönig. Birken, Eichen, feuchtere Uferzonen und unterschiedliche Randvegetation verändern den Eindruck immer wieder. Dadurch wirkt der See nicht wie ein nacktes Wasserbecken, sondern eher wie ein langes Waldband mit Wasser dazwischen.
Diese Kulisse erhöht auch die Chance auf andere Tiere. In regionalen Beschreibungen tauchen regelmäßig Biber, Fischotter, Bisamratten, Rehe, Hirsche und Wildschweine auf. Entscheidend ist jedoch etwas anderes: Natur ist hier keine bloße Kulisse. Sie prägt den Charakter des ganzen Ortes.
Beobachten, ohne zu stören
Der See liegt in einem geschützten Landschaftsbereich, und viele Abschnitte haben ihren halbwilden Charakter bewahrt. Für Besucher bedeutet das im Grunde nur eines: Je ruhiger man sich verhält, desto besser.
Ein paar einfache Regeln reichen. Nicht ins Schilf hineinlaufen. Keine Inseln oder offensichtlichen Brutplätze anlanden. Nichts liegenlassen. Ruhige Buchten nicht in laute Picknickplätze verwandeln. Wer sich so bewegt, nimmt vom Stausee Koronowo deutlich mehr wahr als nur die Uferlinie.